21.07.2025

In einem Bett aufzuwachen war fast ungewohnt. Ab vier Uhr morgens lag ich wach, schnippelte das Obst von gestern und begann den Tag mit meinem ersten Frühstück.

Auf dem Wetterbericht lag eine dicke Regenwolke über Trout Lake und dem Trail, und ich war richtig froh, gestern rausgehikt zu sein.

Um 7:00 Uhr war alles wieder fertig gepackt, und ich ging in den Frühstücksraum des Motels. 

Die Auswahl war richtig gut, also schlug ich ordentlich zu.

Draußen plätscherte der Regen...

Pünktlich um 8 hr tauchte Larry auf und holte mich ab. Wir machten zuerst noch Halt beim Grocery Store von gestern, und ich kaufte mir Haferflocken fürs Frühstück.

Auf dem Weg zum Trailhead hörte der Regen zwar auf, doch es blieb zunächst stark bewölkt. Der Mt. Adams lag erneut unter einer dichten Wolkendecke.

Um 9:00 Uhr war ich zurück am Trailhead, verabschiedete und bedankte mich bei Larry

Ich trug mich ins Trail Register ein und machte mich wieder auf den Weg - gen Süden.

Heute würde es ausschließlich durch bewaldetes Gebiet gehen. Das wusste ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Meinen Augen tat es jedoch richtig gut, einmal nicht ständig reizüberflutet zu werden.

Das Höhenprofil war ebenfalls „entspannt“. Am Ende des Tages würden zwar über 1000 HM geschafft sein, aber sie waren gut über den Abschnitt verteilt.

Auch hier erfreute ich mich über gesägte Baumstämme, die vermutlich auch durch Einheimische weggeräumt worden sind.

Zu Beginn kreuzte ich einige Straße, aber ein Auto sah ich nicht.

Dafür kam mir vormittags immer mal wieder ein NOBO Wanderer entgegen.

In der Nähe des Big Mosquito Lakes, am Creek, legte ich nach etwa drei Stunden um 12 Uhr eine erste Pause ein. Ironischerweise waren kaum Stechbiester da, sodass ich meinen kleinen Snack ungestört genießen konnte.

Ich traf hier auch auf eine Gruppe von sechs Frauen, die einen kurzen Mehrtagesausflug durch die Gegend unternahmen. Nach einem kurzen Plausch und etwas frischem, gefiltertem Wasser setzte ich meinen Weg fort.

Hin und wieder schien die Sonne durch die Baumstämme. Es wirkte auf mich sowieso schon magisch, doch das Licht machte die Szene noch eindrucksvoller.

Und dann brauchte ich auf einmal doch noch meine Sonnenbrille. Bei dem bewölkten Tag heute hätte ich das echt nicht erwartet.

Der Himmel versprach jedoch weiterhin Regen, mit seinen dunklen Wolken, die langsam von Osten herzogen.

Ich betrat die Indian Heaven Wilderness, die mich fast durchgehend unter Bäumen halten sollte – auch wenn es noch ein Stück bergauf ging.

Kurz darauf begann es zu tröpfeln, ein Mini-Schauer, bei dem man die Regentropfen fast zählen konnte. Die Bäume hielten wohl das Meiste von mir fern.

Ich kam an mehreren Seen vorbei, die über kleine Side Trails erreichbar waren, doch zum Campen war es mir noch zu früh.

Und immer wieder kam die Sonne durch...

Und so verging der Tag ohne spektakuläre Aussichten oder Creek Crossings – einfach ein Spaziergang durch den Wald.

Gegen 17:45 Uhr erreichte ich den Blue Lake. Dort gab es mehrere Campspots, und laut FarOut war der nächste erst wieder 16 Kilometer entfernt. Das war mir für heute dann doch zu viel.

Dort traf ich auf eine NOBO-Hikerin, die ebenfalls auf der Suche nach einem Nachtlager war. Gemeinsam stiegen wir eine kleine Anhöhe hinauf, die ein Campschild markierte. 

Oben gab es Platz für bestimmt zehn Zelte, sodass sich jeder einen eigenen, passenden Spot aussuchen konnte.

Nachdem das Zelt stand, ging ich noch einmal zum See hinunter, um Wasser zu filtern. Ein leichter Wind wehte und machte es spürbar kühler.

Zurück am Zelt kochte ich mein Dinner und blieb für mich. Auch wenn es schön war, nicht allein zu sein, beschäftigte sich doch jeder meist mit sich selbst und ließ den anderen sein Ding machen. 

Irgendwie schade...


---------------------------------

Tageskilometer   44,77 km

Gesamtkilometer  777,95 km 

---------------------------------


English Version:

Waking up in a bed felt almost strange. 

From around 4 a.m. onward, I was wide awake, chopping up yesterday’s fruit and starting the day with my first breakfast.

According to the weather forecast, a big rain cloud was sitting right over Trout Lake and the trail, so I was really glad I’d hiked out yesterday.

By 7:00 a.m., everything was packed again and I headed to the motel’s breakfast room.

The selection was great, so I didn’t hold back.

Outside, rain was softly pattering down…

Right on time at 8 a.m., Larry showed up to pick me up. We made a quick stop at yesterday’s grocery store, where I grabbed some oatmeal for breakfast.

On the drive to the trailhead, the rain stopped, but the sky stayed heavily overcast. Mount Adams was once again hidden under a thick layer of clouds.

By 9:00 a.m., I was back at the trailhead. I said goodbye to Larry, thanked him, signed the trail register, and headed south again.

Today would turn out to be nothing but forest walking. I didn’t know that yet, but my eyes were definitely grateful for a break from constant visual overload.

The elevation profile was pretty “relaxed” too. By the end of the day, I’d still rack up over 1,000 meters of gain, but it was nicely spread out.

Once again, I appreciated the freshly cut tree trunks—probably cleared by locals.At the start, I crossed a few roads, but didn’t see a single car.Instead, I passed the occasional NOBO hiker throughout the morning.

After about three hours, around noon, I took my first break near Big Mosquito Lake by a creek. Ironically, there were barely any mosquitoes around, so I could enjoy my snack in peace.

I also ran into a group of six women who were out on a short multi-day trip. After a quick chat and refilling my water, I moved on.

Every now and then, the sun broke through the trees. The forest already felt kind of magical, but the light made it even better.

And suddenly, I actually needed my sunglasses. On a day this cloudy, I really hadn’t expected that.

Still, the sky kept promising rain, with dark clouds slowly moving in from the east.I entered the Indian Heaven Wilderness, which kept me under tree cover almost the entire time—even though there was still some climbing left.

Not long after, it started to drizzle. Just a tiny shower, where you could almost count the raindrops. The trees probably kept most of it off me.

I passed several lakes that were accessible via short side trails, but it was still too early for me to stop and camp.

And again and again, the sun came through…

So the day passed without big views or sketchy creek crossings—just a simple walk through the woods.

Around 5:45 p.m., I reached Blue Lake. 

There were several campsites there, and according to FarOut, the next one was another 16 kilometers away. That was definitely too much for today.

There I met a NOBO hiker who was also looking for a place to camp. Together, we climbed a small rise marked by a camp sign.

Up top, there was room for at least ten tents, so everyone could spread out and find their own spot.

Once my tent was up, I headed back down to the lake to filter water. A light wind had picked up, and it felt noticeably cooler.

Back at my tent, I cooked dinner and kept to myself. Even though it was nice not being alone, everyone mostly stuck to their own routines and let the others do their thing.

Somehow… kind of a shame.


Day’s mileage: 44.77 km

Total mileage: 777.95 km

Kommentare
* Die E-Mail-Adresse wird nicht auf der Website veröffentlicht.