SOBO / NOBO

Ja, ich hatte mich doch noch in die Lottery des Yosemite National Parks "eingekauft", um ein goldenes SOBO Ticket zu bekommen. Gestern früh um 0:00 Uhr kam die "Unfortunately..."-Mail ...

Also kein SOBO Ticket für 2023.

Ich nehme es sportlich ... ich habe ja bereits eine Erlaubnis, den Trail mit meinen Fußstapfen zu markieren.

Mittlerweile bin ich der Auffassung, dass NOBO dem SOBO in nichts nachsteht. Es hat durchaus Vorteile, den John Muir Trail von Süden nach Norden zu erkunden.

  • Die Sonne scheint einem nicht ins Gesicht, wenn man Richtung Norden läuft.
  • Die größten Höhenunterschiede warten gleich zu Beginn. Das macht die Wanderung insgesamt vielleicht nicht weniger anstrengend, aber möglicherweise ein wenig einfacher.
  • Nach Norden hin ist die Resupply-Dichte höher und man braucht nicht mehr so viel Nahrung mitzutragen. Folglich ist der Start natürlich etwas schwerer ... da hoffe ich einfach auf meinen Tatendrang.

Ein Thema, über das im Zusammenhang mit NOBO viel diskutiert wird, ist die Akklimatisierung. 

Als Flachländler bin ich es nicht gewohnt, mich in höheren Lagen sportlich zu betätigen. Ich weiß von Wanderungen in den Rocky Mountains, dass ich auf die Höhe reagiere. Ich weiß aber auch, dass dies nur in den ersten Tagen der Fall ist und ich mich recht schnell an die sauerstoffarme Luft gewöhne.

Hier kann man Vorarbeit leisten, indem man ein paar Tage vor dem Start in höher gelegenen Orten rund um die Sierra Nevada übernachtet. Auch kurze Wanderungen sind sinnvoll. Da ich genügend Zeit mitbringe, werde ich das genauso praktizieren.

Außerdem sollte man die ersten Tage auf dem JMT nicht überstürzen und alles etwas ruhiger angehen.

Da für mich jetzt feststeht, dass ich NOBO laufe, werde ich mich in den nächsten Tagen intensiver mit meiner Route und dem Resupply beschäftigen.

Oh man ... es wird ernst. :)

15. März 2023

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