Must-Have Trekking Ausrüstung: "Meine wichtigsten Gear-Teile vom Thruhike"

Welche Ausrüstung braucht man wirklich auf einem Thruhike?

Ich habe in den letzten Jahren viele Kilometer auf Trails wie dem PCT und JMT gesammelt und dabei einiges ausprobiert – manches war unverzichtbar, anderes eher unnötig.

In diesem Artikel zeige ich dir meine wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, die sich für mich in der Praxis bewährt haben.


▶️ 1. Satelliten Messenger – sinnvoll oder überflüssig?


Ich bin jahrelang ohne Satellitenmessenger unterwegs gewesen – auch auf abgelegenen Trails ohne Handyempfang. Anfang 2023 habe ich mir dann doch den Garmin inReach Mini 2 zugelegt. Da ich bereits eine Garmin-Uhr nutze, war das System für mich naheliegend.

Günstig ist das Ganze nicht: Neben dem Gerät braucht man auch ein Abo, bei dem man zusätzliche Pakete bucht – für mich allerdings  die flexibelste Lösung.

Braucht man so ein Gerät? Jein. 

Solange nichts passiert, vermutlich nicht. 

Aber: Die Möglichkeit, meine Route zu teilen und Nachrichten zu senden oder zu empfangen, gibt ein gutes Gefühl – für mich und für die Leute zuhause.

Auf längeren Touren mit Übernachtung im Nirgendwo wird mich das inReach ab jetzt immer begleiten.

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▶️ 2. Gaskocher & Topf – lohnt sich das wirklich?

Ich liebe meinen heißen Kaffee am Morgen – meistens als Bulletproof Coffee mit MCT Creamer 🤍

Unabhängig davon gehört für mich ein Kocher einfach dazu, sei es für Kaffee, Porridge oder ein warmes Abendessen. Ich nutze seit Jahren klassische Gaskocher mit Kartusche und Piezo-Zündung – also eigentlich ohne Feuerzeug. „Eigentlich“, weil ich auf meiner JMT 2023 Tour gelernt habe: Ein Feuerzeug gehört immer ins Gepäck.

Aktuell nutze ich den Soto Amicus Piezo Gaskocher, der auf gängige Kartuschen passt und zuverlässig funktioniert. Die Piezo-Zündung hat auf dem PCT 2025 zwar den Geist aufgegeben, aber der Kocher selbst läuft weiterhin problemlos – jetzt eben mit Feuerzeug.

Dazu kombiniere ich meinen Toaks Light Titan Topf 700 ml (nur ca. 83 g), der genau das macht, was er soll: Wasser schnell zum Kochen bringen.

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Ich habe unterwegs auch „Cold Soaking“ ausprobiert, also Essen einfach einweichen statt kochen. Funktioniert und ist an manchen Tagen auch erfrischender – aber ganz ehrlich: Der Kocher bleibt für mich trotzdem ein fester Bestandteil im Setup.


▶️ 3. Wasserfilter – welche Methode ist die beste?

Auf dem JMT 2023 gab es eines auf jeden Fall genug: Wasser. Durch das Rekordschneejahr und die starke Schneeschmelze war die Versorgung in der High Sierra durchgehend gesichert.

Trotzdem wird empfohlen, Wasser vor dem Trinken aufzubereiten – dafür gibt es verschiedene Methoden: 

  • Filtern
  • Tabletten
  • Abkochen

Für unterwegs habe ich hauptsächlich den Katadyn Filter genutzt, da er deutlich schneller durchläuft als der Sawyer. 

Ich hatte 2023 sowohl einen Mini Sawyer als auch einen Katadyn Filter dabei und habe beide genutzt. Besonders praktisch war der Tipp, größere Trinkbeutel zu verwenden: Diese habe ich an der Campsite gefüllt und entspannt am Zelt gefiltert, ohne extra loslaufen zu müssen.

Er war immer griffbereit im oberen Teil meines Rucksacks.

Für Kaffee und Abendessen habe ich das Wasser zusätzlich abgekocht – meist direkt aus den Wasserbeuteln. 

Tabletten hatte ich nicht als Backup dabei.

Das Wasser aus den Flüssen hat übrigens richtig gut geschmeckt – vielleicht lag es an der Umgebung, aber es war gefühlt besser als zuhause aus der Leitung.

Einige Wanderer haben ihr Wasser komplett ungefiltert getrunken und sind damit gut klargekommen. Am Ende muss das jeder selbst entscheiden.

In 2024 und 2025 habe ich komplett auf den Sawyer Filter verzichtet und bin nur noch mit dem Katadyn unterwegs gewesen.

Als zusätzliche Reserve und für die Nutzung am Camp habe ich mir einen 2 L Trinkbeutel von Hydrapak gegönnt, auf den sich der Katadyn Filter direkt aufschrauben lässt. Das ist vor allem abends super praktisch, um entspannt Wasser zu filtern, ohne viel Aufwand.

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▶️ 4. Powerbank & Solarpanel – wie bleibst du unterwegs versorgt?

Auf längeren Touren von 20+ Tagen braucht es einfach Strom – für Handy, Kamera, Satellitenmessenger und alles, was sonst noch mitläuft.

Ich habe mir im Vorfeld einige Powerbanks und Solarpanels angeschaut, immer mit dem Ziel: möglichst leicht und trotzdem effizient. Letztlich bin ich bei Nitecore NB10000 Powerbank gelandet. Die hat mich zuverlässig begleitet und alles geladen, was ich brauchte – von Handy über meine Garmin-Uhr bis hin zum inReach.

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Zusätzlich hatte ich ein günstiges Solarpanel von Amazon dabei. 

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Es war sicher nicht das schnellste Modell – und ein ganzer Tag am Rucksack reichte nicht aus, um die Powerbank komplett zu laden – aber für meine Zwecke war es absolut ausreichend. Vor allem, wenn man zwischendurch Motels oder Camps erreicht, lässt sich die Energie gut nachladen.

Wichtig: Das System ist kein „schnelles Laden“, sondern eher eine Kombination aus Powerbank und Solar-Backup. Für mich hat genau das gut funktioniert.


▶️ 5. Bärenkanister – Pflicht in den USA

Wer auf dem John Muir Trail, in der Eastern Sierra oder in anderen Bärengebieten in den USA unterwegs ist, muss zwingend einen Bärenkanister dabeihaben.

Bei der Abholung meines Permits für den JMT 2023 fragte mich ein Ranger: 

„Was muss da eigentlich alles rein?“

Antwort: 

„Everything that smells!“

Also nicht nur Nahrung, sondern auch Hygieneartikel und Müll.

Wichtig zu wissen: Ein Bärenkanister schließt Gerüche nicht ein. Er ist so gebaut, dass Bären ihn nicht öffnen können – und genau das schützt deine Lebensmittel.

Ich war mit einem BearVault BV500 Bärenkanister unterwegs, einem der am häufigsten genutzten Modelle auf den Trails. Mit rund 1,16 kg Leergewicht gehört er definitiv zu den schwereren Teilen im Rucksack – vor allem, wenn noch 2,5–3 kg Essen dazukommen.

Bei der Auswahl habe ich verschiedene Modelle verglichen. Besonders leicht und hochwertig sind die Kanister von Wild Ideas, allerdings auch entsprechend teuer. Am Ende habe ich mich für BearVault entschieden.

Man muss das gute Stück aber nicht unbedingt kaufen. Für die PCT/ JMT Region gibt es die Möglichkeit sich den Kanister auszuleihen.

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Wichtig zu wissen: Nicht auf dem gesamten PCT ist ein Bärenkanister Pflicht.

Die Anforderungen hängen vom jeweiligen Gebiet ab. In vielen Bereichen – in der Sierra Nevada ist ein Bärenkanister vorgeschrieben. In anderen Abschnitten des Trails reicht es dagegen oft aus, das Essen bärensicher aufzuhängen („Bear Hang“).

Eine kleine Anekdote am Rande:

Ich wollte mir den BV500 ursprünglich in den USA vor meinem Start auf dem JMT 2023 selbst besorgen.

Allerdings kam es anders – und ich habe ihn geschenkt bekommen.

Ich bin bis heute sehr dankbar für diese Großzügigkeit. 

Vielen Dank nochmal an Dennis & Tina 🤍


▶️ 5a. Ursack & Adotec: Leichte Alternative zum Bärenkanister

Neben klassischen Bärenkanistern gibt es mit dem Ursack und den Beuteln von Adotec eine leichtere Alternative. 

Der größte Vorteil liegt ganz klar beim Gewicht und Packmaß – deutlich leichter und flexibler als ein Kanister wie der BV500.

In Sachen Sicherheit stehen diese Beutel dem Kanister in nichts nach, da sie aus extrem reißfestem Material bestehen. Ein Bär kann zwar versuchen, an den Inhalt zu kommen und diesen im schlimmsten Fall zerdrücken oder zermatschen, kommt aber nicht direkt an die Nahrung heran.

Wichtig ist dabei die richtige Kombination: Viele nutzen zusätzlich geruchshemmende, sogenannte „odor proof“ Beutel, um Gerüche zu minimieren. So wird das Risiko noch weiter reduziert.

Bei meinem letzten Aufenthalt in den USA habe ich mir einen ADOTEC Grizzly Bear Resistant Beutel zugelegt.

Auf der nächsten Tour wird er auf jeden Fall zum Einsatz kommen – und ich freue mich schon jetzt über das deutlich geringere Gewicht im Rucksack.

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